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Jan
31

Webbrowser: Immer mehr Entwickler machen Front gegen veraltete Versionen

Noch immer setzen zahlreiche Windows-Anwender auf die veraltete Version 6 des Microsoft Internet Explorer.

Nach Analysen der Statistiker von Net Applications ist der IE6 mit knapp 21 Prozent der am weitesten verbreitete Browser, unmittelbar gefolgt von IE 8, Firefox 3.5 liegt mit 16,32 Prozent auf dem dritten Rang.

Microsoft empfiehlt allen Kunden dringen, sich endgültig von älteren Versionen des hauseigenen Browsers zu trennen und die moderne Ausführung der Software einzusetzen. Dies gilt besonders für den seit mehr als acht Jahren verfügbaren Internet Explorer 6. Zwar wurde das Surfbrett zwischenzeitlich mehrfach “restauriert” (SP1 für IE6 im Sept. 2002 sowie mit dem SP2 für XP im Aug. 2004) und mit zahllosen Sicherheitsupdates versehen, doch entspricht das Programm längst nicht mehr dem Standard, der gegenwärtig von einem fortschrittlichen Webbrowser erwartet wird.

Das Unternehmen hat eine bis Juni 2010 laufende Kampagne gestartet (Link), mit der es Kunden zum Upgrade auf den aktuellen Internet Explorer 8 bewegen möchte (Download IE8). Ryan Servatius, Senior Product Manager Internet Explorer bei Microsoft, hatte die angestaubte Software des IE6 erst vor wenigen Wochen als Innovationsbremse für das gesamte Web charakterisiert.

Google macht Front gegen altmodische Browser
Künftig will auch Google bei der Entwicklung neuer Funktionen für das Web keine Rücksicht mehr auf den relativ geringen Funktionsumfang von längst überholten Browser-Generationen nehmen.

Die fehlende Unterstützung neuer Webstandards in veralteten Browsern bedeutet bislang für die Entwickler von Webapplikationen einen erheblich höheren Arbeitsaufwand, da die Abwärtskompatibilität zu den unzeitgemäßen Programmen gegeben sein musste.

Google zieht jetzt einen Schlussstrich und wird künftige bei der Entwicklung neuer Webanwendungen den altertümlichen Browsern keine Bedeutung mehr beimessen.

Wie es in einem Posting des Official Google Enterprise Blog heißt, sollen ab 1. März 2010 Google Docs und Google Sites die unzeitgemäßen Programme nicht mehr unterstützten. Für die Anwender bedeutet dies, dass einige essentielle Funktionen der Web-Applikationen in alten Browsern nicht mehr ausgeführt werden können.

Als Grundvoraussetzung für die Funktionalität der eigenen Web-Anwendungen nennt Google den Internet Explorer ab Version 7.0, Mozilla Firefox wird ab Version 3.0.x unterstützt und Apple Safari ab Version 3. Allerdings hat Google die neuen Anforderungen nicht nur für die Software aus den Schmieden von Drittherstellern festgelegt, auch der hauseigene Browser Chrome wird nur noch in der vor wenigen Tagen veröffentlichten (Bericht hier im Windowsblog) Version 4.0 unterstützt.

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