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Sep
30

Mozilla kritisiert Chrome Plug-In für Microsoft Internet Explorer

chr_ieDie negativen Kritiken an der vor rund einer Woche von Google veröffentlichten Erweiterung “Chrome Frame” für den Microsoft Internet Explorer (Bericht hier im Windowsblog) reißt nicht ab. Nachdem bereits Microsoft nachdrücklich vor den Gefahren, die bei der Verwendung dieses Plug-ins drohen gewarnt hat (Blogposting), haben sich sich jetzt auch die Experten der Mozilla Foundation explizit gegen den Einsatz des “Google-Ausbaus” ausgesprochen.

Das Plug-in soll den Internet Explorer der Versionen 6, 7 und 8 unter den Betriebssystemen Windows-Vista bzw. Seven und XP/SP2 mehr oder weniger in den Browser “Chrome” von Google verwandeln. Die Browsererweiterung sorgt dafür, dass die IE-Rendering-Engine Trident durch die Rendering-Engine von Google Chrome ersetzt wird. Web-Entwickler müssen ihrer Website lediglich eine Code-Zeile hinzufügen, damit der Internet Explorer die genutzte Rendering-Engine wechselt.

Doch bergen die Veränderungen offensichtlich manche Gefahren. So werden wichtige Sicherheitsfunktionen und auch das eine oder andere komfortable Highlight des Redmonder Browsers ohne jede Vorwarnung ausgehebelt.

Dies beanstandet auch der Vizepräsident Engineering bei Mozilla Mike Shaver in einem Blog-Beitrag (externer Link). Wie er schreibt, sei er überzeugt davon, dass ein Großteil des weltweiten Datennetzes mit einem modernen Browser besser funktionieren würde, als ausgerechnet mit dem Internet Explorer. Doch sei es keinesfalls akzeptabel, aus dem Internet Explorer einfach einen anderen Browser machen zu wollen. Zudem könne man hinnehmen, wenn die vom Hersteller der Software implementierten Sicherheitsfeatures umgangen werden.

Ähnlich heftig äußert sich auch die Vorsitzende der Mozilla Foundation Mitchell Baker. In ihrem Weblog stellt sie fest (externer Link), dass dem Benutzer die Kontrolle über das entzogen wird, was er ursprünglich für seinen Browser gehalten hat. Darüber hinaus führe Chrome Frame nicht zu einer Vereinheitlichung der Web-Standards, vielmehr zu einer stärkeren Fragmentierung. Im Fazit ihrer Ausführungen nennt die Mozilla-Chefin das ganze eine undurchschaubare “Browser-Suppe”.

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