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29

Windows 7: Kritik an hohen Abgabepreisen in Europa

win7_kosten Erst vor wenigen Tagen hat Microsoft die Preisempfehlungen für das künftige Betriebssystem Windows 7 veröffentlicht (Link).

Wie schon im Vorfeld der Freigabe von Windows Vista, melden sich auch jetzt wieder die Kritiker der Preisgestaltung zu Wort und machen Front gegen den Redmonder Software-Giganten.

So werden wieder einmal die europäischen Verkaufspreise des neuen Microsoft Betriebssystems mit denen in den Vereinigten Staaten von Amerika vergleichen.

In den Ländern unseres Kontinents liegen die Anschaffungskosten für eine Vollversion der Redmonder Software erheblich höher, als für die gleiche Windows 7-Edition in den USA.

So soll beispielsweise Windows 7 Ultimate in den Vereinigten Staaten etwa 220 Dollar (knapp 160,- Euro) kosten. In unseren Breitengraden lautet die Preisempfehlung für den Einzelhandel etwa 299 Euro (das entspricht ca. 416 Dollar), liegt rechnerisch also etwa 90 Prozent höher.

Weiter rechnen die Kritiker den Marketingexperten des Konzerns vor, dass die Spanne bei der Professional-Version sogar um einiges größer ist. Diese soll in den USA 200 Dollar kosten, der Kunde in Europa wird mit 285 Euro (derzeit etwa 400 Dollar) zur Kasse gebeten werden. Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten wäre der Preis hierzulande also doppelt so hoch.

In erfreulich “geringen” Regionen – so berichten die Rechenkünstler unter den Microsoft-Kritikern – bewegen sich die Aufschläge bei den Konsumer-Versionen. So wird die Home Premium Version in Europa für knapp 120 Euro auf den Markt kommen, was umgerechnet 167 Dollar entspricht. Doch in den USA kostet diese Version nur 120 Dollar (86 Euro). Das entspricht einem Aufschlag in Europa von circa 40 Prozent.

Darüber hinaus wird bemängelt, dass die Europäer für weniger Systemleistung mehr bezahlen sollen. Denn bekanntlich muss die Europa-Version des neuen Betriebssystems in einer abgespeckten Ausführung, ohne Internet Explorer, auf den Markt kommen.

Zu Recht fragt die Microsoft-Kundschaft nach den Gründen für die nicht ganz unerheblichen Preisdifferenzen. Selbst wenn die Transportkosten sowie die Gebühren für das Verbringen der Ware in den Europäischen Markt (Zoll sowie Einfuhrumsatzsteuer, kurz: EuSt) auf den Großhandelspreis aufgeschlagen werden, dürfte der Preisunterschied für das einzelne Programmpaket nur verschwindend gering ausfallen.

Microsoft hat schon vor drei Jahren – im Rahmen des Vista-Launch – die Preisdiskrepanzen u.a. damit begründet, dass auf dem amerikanischen Markt im Vergleich zu Europa ungleich größere Paketmengen absetzbar seien. Zudem habe der Konzern keinen Einfluss auf die Preisgestaltung des Einzelhandels.

Doch scheint diese Argumentation nicht unbedingt durchdacht zu sein. Offenbar hat man sich in Redmond beim Jonglieren mit den möglcihen Kundenzahlen der Absatzmärkte etwas vertan. Das Gebiet der Europäischen Union beträgt zwar nur etwa zwei Fünftel der Fläche der USA, aber ihre Bevölkerungszahl ist mehr als 50% größer. Bei der Bevölkerungszahl liegt die EU nach China und Indien weltweit an dritter Stelle.

Nach Marktforschungs-Untersuchungen existiert in mehr als 90 Prozent aller amerikanischen Haushalte ein PC, in Europa dagegen sind nur etwa 70 Prozent der Bevölkerung am heimischen Herd mit einem Rechner ausgestattet – Tendenz steigend. Rechnerisch ist demnach in der Gemeinschaft der wichtigsten Europa-Länder die Anzahl der PCs im Privatbereich höher, als im Gesamtverbund aller Bundesstaaten der USA.

Zudem ist Europa ein wachsender Markt, täglich steigt die Zahl der Familien, die sich für den Computer im Wohnzimmer entscheiden. Was läge also näher, als mit einem kostengünstigen Betriebssystem den Anschaffungspreis für einen Rechner zu verringern und ein solches Vorhaben zu unterstützen. Auch als Weltmarktführer sollte man dem Marketing im Privatkundenbereich keine untergeordnete Bedeutung beimessen!

Der – wie ich finde – richtige Weg sind Aktionen wie beispielsweise das ab 15. Juli geltende und zeitlich begrenzte Vorverkaufsangebot die Edition “Windows 7 Home Premium E” zu einem Preis von 49,99 Euro (UVP) erwerben zu können. Darüber hinaus wird das neue Betriebssystem ab Verfügbarkeit am 22. Oktober bis 31. Dezember 2009 zu einem günstigen Preis angeboten.

Wie lautet Ihre Meinung?

Ist das künftige Zugpferd aus Redmond seinen Preis wert, oder erscheinen Ihnen die Anschaffungskosten für das neue Windows-Betriebssystem zu hoch?

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Kommentare: 2
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Kommentare

  • Eric64 schrieb am 29.06.2009 um 10:32:

    Hallo Ralf,ich finde Win7 zwar sehr gut,aber der Preis ist eindeutig zu hoch.
    Gruss Eric

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