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Mai
30

EU-Pläne: Microsoft soll Firefox & Co per Auto-Update liefern

Offenbar hat man sich bei der EU-Wettbewerbsbehörde wieder einmal einen neuen Weg einfallen lassen, durch den der US amerikanische IT-Gigant Microsoft – einem Unternehmen, das Großinvestitionen in der EU tätigt und zahlloser Arbeitsplätze geschaffen hat – erneuten Sanktionen der Obrigkeit ausgesetzt ist.

Einem Bericht des Wall Street Journal (externer Link) zufolge, will man Microsoft anscheinend zwingen, alternative Browser wie Mozilla Firefox und Google Chrome über die Auto-Update-Funktion von Windows zu liefern.

Bereits seit Januar muss sich die EU nach einer Beschwerde der (eher unwichtigen) norwegischen Firma Opera Software ASA – rund 600 Arbeitsplätze – mit neuen Auflagen gegen den Redmonder Konzern Microsoft beschäftigen.

Es soll erreicht werden, dass die Bündelung von Windows und Internet Explorer durch die Förderung von Browsern der Mitbewerber aufgebrochen wird.

So wird beispielsweise vorgeschlagen, im Installationsverlauf von Windows einen Screen anzuzeigen, über den der Anwender sich aus einer Auswahl von verschiedenen Browsern für die von ihm bevorzugte Software entscheiden kann. Für bereits bestehende Systeme sollte Microsoft die Konkurrenz- Browser per Update-Funktion anbieten. Welche Browser letztlich zur Verfügung gestellt werden sollen, ist bislang allerdings noch unklar. Vermutlich werden aber die Applikationen der Beschwerde-Befürworter zum Angebot gehören.

Nach Analysen von Net Applications kann der Internet Explorer im April 2009 einen weltweiten Marktanteil von 66,1 Prozent verbuchen. Dem IE folgt Firefox (22,48 Prozent), Safari (8,21 Prozent) sowie Chrome (1,42 Prozent). Der bislang ohnehin abgeschlagene Browser Opera (0,68 Prozent) wurde im April von Netscape (0,82 Prozent) überholt.

Nach Auffassung der europäischen Wettbewerbshüter hat die enge Koppelung des Betriebssystems Windows mit dem Internet Explorer zu einer Verzerrung des Wettbewerbs geführt und den Mitbewerbern geschadet.



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