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30

Microsoft: Neue Werbeoffensive gegen Apple

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Mehr als eine Milliarde Anwender haben Microsoft Windows zur erfolgreichsten Computer-Software aller Zeiten gemacht. Dennoch erfreuen sich die Betriebssysteme aus Redmond nicht unbedingt eines guten Rufes.

Um das Ansehen der eigenen Softwareprodukte aufzupolieren und dem Erzrivalen im kalifornischen Cupertino das Wasser abzugraben setzt Microsoft seit geraumer Zeit auf eindrucksvolle Werbebotschaften.

Mit TV-Spots, Plakaten, Video-Wänden sowie besonderen Internet-Portalen soll das Image von Windows & Co. aufpoliert werden.

In der jetzt im amerikanischen Fernsehen angelaufenen neuen Folge der Serie von PR-Spots greifen die Redmonder direkt die Preispolitik von Apple an.

Der Kurzfilm zeigt die Erlebnisse einer jungen Frau bei der Suche nach einem bezahlbaren tragbaren PC. Zunächst führt sie ihr Weg in einen Apple-Store, den sie jedoch bereits nach kurzer Zeit und ohne ein Notebook wieder verlässt. Sie begründet ihre Entscheidung mit den überzogenen Preisen, die Apple verlangt. So hätte man ihr lediglich ein 13-Zoll Gerät für rund 1.000 Dollar anbieten können.

Während des darauf folgenden Besuches eines großen Elektronikhauses wird sie schließlich fündig. Für knapp 700 Dollar bietet man ihr dort ein Windows-Notebook aus dem Hause HP mit einem 17 Zoll Display und umfangreicher Ausstattung an.

Die mit dem Spot vermittelte Botschaft ist deutlich: Das Preis- Leistungsverhältnis von Apple-Rechnern stimmt einfach nicht! Die Geräte bieten zu wenig für viel Geld.

Dieser Clip ist der erste aus einer Reihe von Filmen die ähnliche Botschaften enthalten werden.

Das i-Tüpfelchen der Marketing-Strategen aus Redmond ist aber die Schaltung von Werbebannern auf den traditionell von Apple bevorzugten Reklameplätzen innerhalb des Webangebotes der New York Times und des Wall Street Journal.

Die Banner zeigen den Seitenbesuchern ein rotierendes Bild in der Art eines Spielautomaten. In jeweils einer Hälfte des Bildes wird ein Mac dem eindeutig preiswerteren PC gegenüber gestellt.

Der von dem Banner “ermittelte” Gewinn besteht aus Utensilien, die sich der kluge Computer-Käufer zusätzlich leisten kann, wenn er sich gegen einen Apple und für einen PC entscheidet.

In einem Gespräch mit dem Magazin Cnet (externer Link) erläuterte der Microsoft General Manager für Marketing David Webster, dass man den Kunden das reichhaltige Angebot des PC-Marktes vor Augen führen wolle. Darüber hinaus wolle man möglichen Käufern zeigen, welche hochwertigen Dinge sich beim Erwerb eines PC mit den gesparten Beträgen anschaffen ließen.

Nach Websters Aussagen sei man bei Microsoft mit der seit September des vergangenen Jahres laufenden “I’m a PC“-Kampagne und der Veranstaltung “Life Without Walls” sehr zufrieden.

In Analysen habe man festgestellt, dass die Spots nicht nur für Debatten sorgten, vielmehr sei auch die Zahl der Kunden um 10 Prozentpunkte gestiegen, die verkündeten, ihr nächster Computer werde ein Windows-PC sein.



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