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Okt
31

Hier – dort – überall: Dateien synchronisieren mit Live Mesh

lmesh.jpgDie Zeiten in denen Daten ausschließlich auf dem guten alten Desktop-PC gespeichert und verwaltet wurden, scheinen endgültig der Vergangenheit anzugehören. Neben der wachsenden Mobilität ist auch der Datenaustausch zwischen den unterschiedlichsten Geräten wie etwa Smartphone, MP3-Player, Netbook oder digitalen Bilderrahmen aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken.

Allerdings sorgt die steigende Zahl der Geräte auch dafür, dass der Nutzer leicht den Überblick darüber verliert, welche Dateien an welchem Speicherort aufzufinden sind.

Künftig will der Redmonder Software-Gigant Microsoft die Anwender bei den Aufgaben der Dateiverwaltung- und der Synchronisation verschiedenster Geräte untereinander mit dem Service “Live Mesh” unterstützen. Die Geräte werden über das Internet verbunden und synchronisiert.

Live Mesh ist die erste Anwendung, die auf Microsofts Internet-Betriebssystem Windows Azure aufsetzt.

Bislang konnte die Tech Preview von Live Mesh nur von interessierten Nutzern in den ausprobiert werden. Anwender in Deutschland wurden nach dem Login-Versuch mit dem Hinweis auf das demnächst geplante regionale Mesh vertröstet und zu Microsoft Connect geleitet. Deutsche Interessenten, die mit Mesh experimentieren wollten, mussten ihre Windows Live ID der Region USA, England, Australien oder Neuseeland zuordnen und für die Installation der Client-Software kurzzeitig auch das Betriebssystem entsprechend umstellen.

Mit der jetzt angelaufenen Beta-Phase hat Microsoft diese Einschränkung offenbar aufgehoben und Live Mesh wie angekündigt – endlich – auch für Mac-Anwender verfügbar gemacht (allerdings derzeit nur für eine begrenzte Anzahl von Anwender).

Um den Dienst nutzen zu können, reicht es sich über die Mesh-Internetseite (externer Link) mit einer zwingend erforderlichen Windows LiveID anzumelden.

Wollen Sie Ihre Computer dem Mesh hinzufügen, ist es notwendig die Software Live-Mesh-Client zu installieren.

Für die Installation bzw. das Einrichten des kleinen Programms sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich nach wenigen Minuten sind die notwendigen Dateien in das System implementiert und Sie werden zur Eingabe Ihrer LiveID für das erste Login aufgefordert und im System-Tray neben der Uhr erscheint das Mesh-Symbol.

Über die Optionseinstellungen des Anmeldefensters können Sie festlegen, ob Sie künftig automatisch verbunden werden wollen bzw. den Benutzernamen und/oder das Passwort speichern lassen, was auf Mehrbenutzer-Systemen nicht ratsam ist.

Nach erfolgreicher Anmeldung sehen Sie den sogenannten Mesh-Ring, in dem die zu einem Mesh gehörenden Geräte dargestellt sind. Nutzer können nun Mesh-Verzeichnisse anlegen, die dann auf allen Rechnern dieses Mesh verwendbar sind und automatisch synchronisiert werden.
Neben der “lokalen” Speicherung sind die Daten auch auf dem virtuellen, 5 GB Speicherplatz umfassenden, Live-Desktop der Microsoft Server abgelegt und stehen demzufolge auch bei einem ausgeschalteten Gerät zu Verfügung.

Sie können alle Dateien bzw. Dateitypen werden über die freigegebene Ordner synchronisiert, sieht man von dem begrenzten Online-Speicherplatz einmal ab, gibt es keinerlei Beschränkungen.

Daten anderen zur Verfügung stellen
Sie können Ordner für “Mitglieder” freigeben. Um ein Verzeichnis bzw. dessen Inhalte einem Freund, Bekannten oder Kollegen zur Verfügung zu stellen, wählen Sie im Register “Members” der Mesh-Bar lediglich “Hinzufügen”. In einem aufpoppenden Fenster sehen Sie eine bereits vorgefertigte eMail mit einem Einladungstext, Sie geben lediglich die Adresse des künftigen Mitgliedes ein uns schicken die Nachricht mit einem Klick auf den “OK-Button” ab.

Die Mitteilung enthält einen Link zur Mesh-Webseite auf der die Einladung vom Besucher nach Anmeldung mit seiner LiveID noch einmal bestätigt werden muss.

Remote mit dem heimischen PC arbeiten
Ein weiteres Schmankerl ist die Möglichkeit direkt aus Mesh heraus eine Remote-Verbindung zu einem entfernt stehenden Rechner aufzubauen. Die Fernsteuerung dieses PC erfolgt über die gleiche Technologie, wie sie von der Remote-Desktop-Funktion in Windows genutzt wird. Allerdings ist das Herstellen einer Verbindung etwas einfacher gestaltet. Steht der Zugriff auf den zu steuernden Rechner, sieht der Nutzer den gewohnten Anmeldescreen mit der Aufforderung zur Eingabe der Zugangsdaten.

Zwar ist diese Option gut gedacht, allerdings birgt sie auch Gefahren. Da die Remote-Steuerung Desktopfirewalls, NAT-Router und Warnhinweise einfach umgeht, kann auch in einem sonst sicheren Firmennetz plötzlich eine vom Administrator nicht beabsichtigte Fernsteuerung erfolgen.

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Kommentare: 7
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Kommentare

  • Jerrico schrieb am 16.11.2008 um 20:52:

    Moin Moin

    Nach ein wenig Knobeln und Rumprobieren bin ich nun auf die Lösung gestoßen. Ich hatte meine Persönlichen Ordner auf eine andere Partition ausgelagert (D:). Damit kam Mesh Beta nicht zurecht. Selber Rechner, ungeänderte Konfig, neuer Benutzer. Kein Problem bei der Installation. Nach dem Auslagern der Eigenen Ordner, konnte Mesh nciht mehr starten. Also war der Fehler bei mir, dass ich die Eigenen Dateien Ordner nciht auf dem C: Laufwerk belassen hatte.

    Ich habe mir nun einen neuen Benutzer angelegt und die Partitionen C: und D: zusammengeführt. Jetzt läuft es wunderbar. Mesh ist eine geile sache. Wen es interessiert. Ich habe in meinem Blog meine Eindrücke genauer geschildert. Dort ist auch ein wenig zu anderen Themen zu finden.
    http://www.blog-live.de

    Gruß

    Jerrico

  • Ralf schrieb am 02.11.2008 um 12:55:

    Moin Jerrico,

    habe mal ein wenig experimentiert:
    unter XP SP3 hatte ich keinerlei Schwierigkeiten mit der Beta des Mesh-Client-Tool.

    Dagegen musste ich in Vista ich die Fragmente der Ursprünglichen Installation vollständig beseitigen.

    Die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise sollte nur von Anwendern ausprobiert werden, die wirklich genau wissen, was sie tun!!

    Zunächst also in den Orneroptionen der Systemsteuerung unter Ansicht die Vorgaben ändern: Haken vor “Erweiterungen bei bekannten Dateitypen ausblenden” sowie “Geschützte Systemdateien ausblenden” entfernen und im Bereich “Versteckte Dateien und Ordner” die Option “Alle Dateien und Ordner anzeigen” aktivieren.

    Nun den Temp-Ordner des Benutzerkontos leeren (C:\Users\Benutzername\AppData\Local\Temp\)

    Anschließend über die Suchfunktion (in “erweiterte Suche” die Option “Nicht indizierte, versteckte und Systemdateien einbeziehen …” einschalten) nach “mesh” fahnden lassen.

    Gefundene Ordner und Dateien löschen (ACHTUNG darauf achten, welche Dateien gelöscht werden, da weitere Applikationen – Photoshop beispielsweise – Dateien mit dieser Zeichenfolge enthalten kann)

    Möglicherweise kommt es zu Fehlermeldungen, da der eine oder andere Ordner nicht leer bzw. in Benutzung ist, löschen ist ggf. im angesicherten Modus machbar.

    Nach einem Reboot das Tool noch einmal downloaden und neu installieren.

    Bei mir hat dieser Weg funktioniert und Mesh arbeitet jetzt wie gewohnt zuverlässig.

    Irgendwo hat ein Kollege aus Österreich in den vergangenen Tagen geschrieben: “Ein Must-Have für JEDEN! Damit ist alles in sync! genial!”

    Dem kann ich mich – nach anfänglichen Schwierigkeiten (siehe oben) – nur anschließen!

    Viel Erfolg
    Ralf

  • Jerrico schrieb am 02.11.2008 um 00:17:

    Ich habe das jetzt einmal versucht. Jetzt sagt er auch nicht mehr, das es nicht mit einem elevated Account geht, jetzt kommt ein neuer Fehler “Falscher Parameter”. Keine ahnung was dass jetzt wieder soll.

    Gruß

    Jerrico

    Visit My Blog http://www.blog-live.de

  • Jerrico schrieb am 01.11.2008 um 16:18:

    Zitat “Es klappt aber, wenn der User gleichzeitig Mitglied der Gruppe “Administrator” und “Benutzer” ist.”

    Das werde ich gleich Heute Abend mal ausprobieren. Danke für den Tipp. Ich berichte dann ob es auch bei mir Funktioniert hat.

    Gruß

    Jerrico

    P.S: Visit My Blog unter http://www.blog-live.de

  • Ralf schrieb am 01.11.2008 um 12:21:

    Das ist mal wieder schlicht der (Microsoft-)Brüller

    Das Tool lässt sich nicht mit einem “erweiterten” (= elevated) Account installieren. Es klappt aber, wenn der User gleichzeitig Mitglied der Gruppe “Administrator” und “Benutzer” ist.

    UAC hat nichts damit zu tun, lediglich eine Desktop-Firewallsollte entsprechend konfiguriert werden.

    Übrigens geschieht im Setupverlauf unter Vista etwas merkwürdiges: der Installer ist offenbar nicht gänzlich Vista-tauglich, die wird über eine Fehlermeldung mitgeteilt und die Grafikanzeige auf Windows-Standard umgestellt. Nach erfolgreicher Installation wird die Anzeige wieder auf die ursprünglichen Einstellungen zurück gestellt, also kein Anlass zur Sorge.

    Zudem muss ich feststellen, dass im Gegensatz zur tech. Preview die Anmeldung via LiveID endlos lange dauert und das ganze scheinbar auch um einiges langsamer geworden ist.

    War ich von der Preview noch begeistert, bin ich nun von der Beta mehr als nur enttäuscht – schade, gerade in Verbindung zu meinem Mac hatte ich mehr erwartet :-(

    Zwar handelt es sich um eine Testversion, doch ist die erheblich schlechter als die “Vorvor-Variante”.

  • Jerrico schrieb am 01.11.2008 um 10:46:

    Beim Versuch den Client zu installieren, bekomme ich immer die Fehlermeldung, das es nciht mit einem “elevated” Account installiert werden kann. Mein Account ist aber mitglied der Benutzergruppe Administrator. Habe schon vieles versucht, auch die UAC einmal abzuschalten. Hat aber keine verbesserung gebracht. Weiß jemand Rat????

    Gruß

    Jerrico

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