Open-Source-Konkurrenz zu VMware und Co.: Virtualbox
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Viele Vista-Nutzer möchten ihrem alten Betriebssystem Windows XP noch nicht endgültig den Rücken kehren. Trotzt zahlreicher Kompatibilitätsupdates und Verbesserungen aus Redmond, gibt es leider noch immer Situationen, in denen die “Vergangenheit” sporadisch zur Verfügung stehen soll oder muss.
Darüber hinaus möchte mancher PC-Freak die Entwicklung anderer Betriebssysteme nicht verpassen und vielleicht einmal einen Ausflug die Linux-Welt wagen.
Doch ist es nicht immer möglich ein zweites oder drittes Betriebssystem auf einem PC zu installieren. Häufig scheitert ein solches Vorhaben jedoch daran, dass nicht genügend freier Festplattenplatz zur Verfügung steht bzw. ein vorhandenes System durch verkleinern der Systempartition gefährdet werden würde.
Einfacher und sicherer ist der Einsatz von Virtualisierungs-Software, die einen Computer im Computer emulieren kann.
Nachdem ich bereits manche Lösung für diesen Bereich ausprobiert habe, bin ich über das OpenSource-Werkzeug Virtualbox des deutschen Herstellers InnoTek “gestolpert”.
Um es vorweg zu nehmen: Ich bin begeistert!
Die Alternative zu Virtual PC, VMWare oder Microsoft Virtual PC 2007 ist für den Privatgebrauch kostenlos. Für gewerbliche Nutzung ist dagegen eine Lizenz zu erwerben oder Sie nutzen die Open Source-Edition (OSE).
Virtualbox macht es möglich Windows XP unter Windows Vista laufen zu lassen oder Linux unter Windows oder umgekehrt. Die Software emuliert alle für einen funktionsfähigen Computer benötigten Hardware-Komponenten.
Die Tabelle (Link) der unterstützen Systeme auf der Internetseite des Herstellers zeigt Ihnen ausführlich, welche Betriebssysteme in einer virtuellen Maschine laufen.
Nach dem unspektakulären Setup und dem anschließenden Programmstart haben Sie die Möglichkeit virtuelle Computer anzulegen. Ein Assistent unterstützt Sie nach dem Klick auf die Schaltfläche “Neu” bei Ihren ersten Schritten.
Bitte denken Sie daran, den Arbeitsspeicher für die virtuelle Maschine so zu konfigurieren, dass nicht nur die Mindestanforderungen des zu installierenden Betriebssystems erfüllt sind, vielmehr sollte auch dem Host weiterhin ausreichend Ram zur Verfügung stehen. Missgriffe machen sich später durch träge Arbeitsweise beider Systeme bemerkbar.
Zudem ist es ratsam, wenn Sie sich für die dynamische Größenanpassung des virtuellen Datenträgers entscheiden. Mit dieser Einstellung wird die virtuelle Platte automatisch vergrößert oder verkleinert und belegt auf diesem Weg nicht mehr Plattenplatz, als unbedingt erforderlich.
Haben Sie den virtuellen PC erstellt, muss abschließend das imaginäre BIOS des neuen Rechners konfiguriert werden. Über die Schaltfläche “Details” können Sie die unterschiedlichsten Einstellungen vornehmen. So legen Sie beispielsweise fest, von welchem Gerät der PC gestartet werden soll, konfigurieren die Netzwerk- und USB-Einstellungen oder legen fest über wie viel Grafikspeicher die VM verfügen wird.
Haben Sie die VM nach Ihren Wünschen angepasst, steht dem ersten Start – der über den Menüeintrag “Allgemein” im Bereich “CD/DVD-ROM” unter ” CD/DVD-Laufwerk einbinden” auch das Booten eines ISO-Image-Files erlaubt – nichts mehr im Wege.
In meinen Versuchen mit verschiedenen Betriebssystemen, konnten ich nahezu keine Geschwindigkeitseinbußen zur Installationen und Arbeit auf realen Computern feststellen.
Abstriche müssen lediglich “Hardcore-Gamer” machen, da der maximal Grafikspeicher von 128 MB der VM für viele Spiele nicht mehr ausreichend ist.
Virtualbox ist eine erstklassige, quelloffene Virtualisierungs-Software, die alles bietet, was die Arbeit mit virtuellen Maschinen komfortabel macht. Neben Stabilität, Performance, Workstation- und Serverbetrieb, punktet das Programm durch die Unterstützung zahlreicher Gastsysteme.
Einen ersten Eindruck in die Arbeitsweise der Software zeigt die über das Artikelbild zu erreichende Bildershow.
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VirtualBox (Multilingual)
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