Ein halbes Jahr Vista – noch immer ein Bauplatz?
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Immer lauter und zahlreicher werden die Stimmen der Anwender, die ihrer Unzufriedenheit mit neuem Windows Luft machen.
Viele Anwender Klagen über mangelnde Treiberkompatibilität und schlechte Hardwareunterstützung. Letzte Konsequenz des gefrusteten Benutzers ist oftmals das “Upgrade” zu Windows XP.
Auch die Hardware-Industrie spart nicht an Kritik zu dem Redmonder Zugpferd. So zeigte sich Acer-Präsident Gianfranco Lanci in einem Interview (Link) mit der Finacial Times Deutschland enttäuscht über Microsfts neues Betriebssystem (die möglichen Hintergründe der harschen Kritik lesen Sie in der Fußnote).
Mir stellt sich beim Lesen solcher Meldungen und den wiederkehrenden Vorwürfen gegen den Redmonder Riesen allerdings die Frage, wo die Ursachen für das angebliche Versagen der Software zu suchen sind.
Lasse ich die Kinderkrankheiten – die jede neue Software enthält – einmal außer Acht, komme ich nach mehr als 100 Vista-Installationen zwischenzeitlich zu dem Schluss, dass die Ursache nicht in Redmond zu suchen ist.
So liegen die Anlässe für das vermeintlich durch Vista verursachte Fehlverhalten in fast allen Fällen an Hardwareinkompatibilitäten bzw. an nicht vorhandenen oder Fehlerhaften Treibern.
Obwohl Microsoft bemüht ist, für nahezu jedes nur erdenkliche Gerät einen hauseigenen Treiber zu liefern, gibt es noch immer die eine oder andere Hardware, die von Windows Vista nicht erkannt wird. Dennoch ist Vista kompatibler, als mancher Kritiker das gerne hätte (Artikel: Vista ist doof, weil keine Geräte funktionieren).
Allerdings kann es nicht die Aufgabe des Betriebssystem-Herstellers sein, dafür zu sorgen, dass die Hardware-Industrie alte Treiber ersetzt und neue Geräte auf Kompatibilität zu Vista prüft bzw. anpasst.
Gefordert sind die Hardware-Hersteller, die offenbar gar nicht wollen, dass ältere Geräte weiterhin eingesetzt werden können. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.
Bei nicht mehr ganz taufrischen Scannern oder Druckern wird der Kunde vom Hersteller grundsätzlich im Regen stehen gelassen. In solchen Fällen sollte der Anwender bei der nächsten Neuanschaffung sehr genau überlegen, welcher Firma er sein Vertrauen schenkt.
Andere Hersteller bieten zwar Vista-Treiber an, auf die wir zum Teil lange warten “durften”, diese funktionieren aber nicht oder nur unzureichend. Blue Screens und Instabilitäten sind an der Tagesordnung.
Auch wenn ich einmal mehr an dieser Stelle in den Verdacht gerate, von Microsoft gesponsert zu sein – das ist (leider) nicht der Fall, meine Meinung ist unbezahlbar- und für meinen fast immer guten Eindruck von Vista “gesteinigt” werde, steht für mich fest, die Wurzel allen Übels liegt bei der Hardware-Industrie.
Es ist schlicht kundenunfreundlich und grenzt an Bauernfängerei nahe dem Betrug, wenn es für wenige Monate alte Geräte keine (bzw. schlechte) Treiber gibt oder wenn neuere Geräte das Vista Siegel tragen und dennoch nicht funktionieren. Darüber hinaus halte ich es für in höchstem Maße unfair, die eigenen Unzulänglichkeiten auf Microsoft abzuwälzen.
In Sigapur ist jetzt eine Kampagne angelaufen, in der das Dual-Core-Gerät mit dem Kampfpreis von etwa 480 Euro beworben wird.
Offenbar möchte Acer das Segment des scheinbar lukrativen Linux-Marktes nicht allein dem bisherigen Vorreiter Dell überlassen. Es scheint daher nahe liegend, die “böse” Konkurrenz aus Redmond in möglichst schlechtem Licht darzustellen.
Nachtrag 01.08.2007
Zwischenzeitlich wurde verlautbart, dass die Firma Acer Ubuntu Linux nicht als vorinstalliertes OS anbieten wird. Bei dem Ubuntu-Angebot handelt es sich um einen “Alleingang” der Händler aus Singapur, der dem Test des Kundenfeedbacks dienen sollte.
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Ich beutze vista seit nunmehr 4 monaten.. ich würde nicht mehr auf xp wechseln. Ja, es braucht mehr leistung als xp… ist aber meiner Meinung nach im overall besser alsalle anderen (sowohl linux als auch mac).