Deutsche Printmedien: Keinen Draht zum PC?!
Abgelegt unter: NewsBei meinen Exkursionen durch das Weltweite Datennetz besuche ich regelmäßig auch die Internetseites zahlreicher ausländischer Zeitungen und Zeitschriften.
Dabei habe ich den – rein subjektiven – Eindruck, dass die Macher der klassischen Medien unserer Nachbarn die Zeichen der Zeit erkannt haben und dem Bereich Computer & Technik erheblich mehr Interesse entgegen bringen, als das deutsche Redaktionen tun.
Sieht man von unzähligen fachlich und qualitativ hochwertigen Fachmagazinen einmal ab, scheint der Themenbereich “Computer” in deutschen Printmedien nur am Rande zu existieren.
Betrachte ich die Computer-Rubrik, die sich manche Tageszeitung und das eine oder andere Magazin gönnen, drängt sich mir häufig der Eindruck einer Pflichtübung auf. Meist scheint es, dass die “Abteilung” PC nur existiert, weil die Konkurrenz eine entsprechende Kolumne offeriert.
Allerdings reicht es nicht, mit viel Engagement ein Ressort für das Umfangreiche Themengebiet PC zu schaffen, das zudem noch auf die Zielgruppe des jeweiligen Blattes zugeschnitten sein soll, wenn die Inhalte eher beiläufig festgelegt oder aus Agenturmeldungen zusammen gestellt werden.
Ich frage mich oft, wieso es namhaften deutschen Verlagen nicht möglich ist, neben den eigenen Internetauftritten einen hochkarätigen Weblog und/oder Live Chats oder eine regelmäßig erscheinende Computer-Seite anzubieten. So könnten (wechselnde) Experten den Lesern beispielsweise Tipps und Tricks der Betriebssysteme verraten, im Live Chat über die ewige Baustelle Windows diskutieren oder Problemlösungen anbieten.
Trotz des sich immer mehr etablierenden Internet, ist die Tageszeitung längst nicht überholt und gehört nach wie vor zu den wichtigsten Informationsquellen. Da zwischenzeitlich in nahezu jedem Haushalt ein PC zu finden ist, scheint es einleuchtend, wenn sich zu den Ressorts Politik, Wirtschaft, Kultur, Lokales und Sport künftig der Bereich “Computertechnik” gesellen würde.
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Ich kann das leider nur bestätigen. Unsere hiesige Regionalzeitung widmet der Rubrik “Internet&Co” gerade eine Seite in der Woche. Sie setzt sich überwiegend aus Agenturmeldungen und Serviceartikeln für Total-Noobs zusammen, flankiert von einer branchenfernen Glosse; sozusagen als Bonbon für das arme Schwein von Redakteur, das die Seite zusätzlich zu seinem normalen Arbeitspensum zusammenschustern muß. Ziemlich schwach. Übrigens ist das TV auch nicht besser, darauf habe ich im Blog auch schon mal hingewiesen.