Apple Safari 3 Public Beta – Webbrowser für Windows
Test auch nach aktuellen Korrekturen NICHT ratsam!
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Die Übersetzung des Kisuaheli-Wortes ‘Safari’ bedeutet ‘Reise”.
Jetzt möchte die Softwareschmiede ‘Apple’ an den Erfolg der Multimiedia-Software iTunes auf dem PC anknüpfen und Windows-Anwendern komfortable Internet-Ausflüge spendieren. Bei seinen Reisen durch das weltweite Datennetz soll der PC-Benutzer künftig mit dem Webbrowser ‘Safari’ (Link) auf Apple-Software setzen.
Ein vielleicht geschicktes Manöver aus Kalifornien. Mit einem weiteren Apple-Tool auf dem PC möchte man den Anwender für sich gewinnen und möglicherweise dazu bringen, intensiver über den Mac ‘nachzudenken’.
Dies kann allerdings nur dann gelingen, wenn der PC-Freak durch eine nahezu perfekte Software sprichwörtlich Blut leckt.
Mit einer Test-Version von Safari 3 für Windows, die seit dem 11. Juni zum kostenlosen Download (Link) angeboten wird, will man gegen Internet Explorer und Firefox antreten. Die Final des Programms ist für Oktober geplant, wenn Safari 3 als Bestandteil des neuen Mac-Betriebssystems ‘Leopard’ erscheint.
Nach Apple-Angabe soll die Surfgeschwindigkeit im Vergleich zum Internet Explorer 7 um etwa das Doppelte steigen. Wird Firefox 2 dem Safari gegenüber gestellt, ist der Anwender etwa 1.7 Mal schneller unterwegs.
Da ich stets neugierig bin und – im Gegensatz zu manchem vernagelten Linux- oder Apple-Fanatiker – der Windows-Konkurrenz stets offen gegenüber stehe, habe ich mich umgehend auf eine ‘Safari’ begeben.
Nach einem schnellen und unspektakulären Setup, war ich gespannt, ob das Tool die Werbeversprechen des Herstellers bestätigen würde.
Selbstverständlich waren meine Ansprüche nicht überzogen, schließlich handelt es sich bei ‘Safari 3′ um eine Betaversion, in der Fehler auftreten dürfen.
Zunächst hat mich im Installationsverlauf gestört, dass Apple nahezu zwangsweise den ‘Bonjour Service’ (Lexikon) – der später automatisch als Windows Dienst gestartet wird – anbietet. Glücklicherweise ist es möglich, die Übertragung der Dateien zu unterbinden. Allerdings hatte ich den Eindruck, dass der Browser ohne Bonjour noch schlechter arbeitet, als mit dem installiertem Dienst.
Schnell noch die wichtigsten PlugIns wie beispielsweise Java installiert, auf ins Internet.
Groß war die Enttäuschung nach dem ersten Aufruf des Programms. Sieht man von der Anzeige einer Apple-typischen Oberfläche einmal ab, passierte nicht viel. Gleichgültig, ob unter XP oder Vista, das Surfen war alles Mögliche, nur kein Vergnügen. Zwar wurden aufgerufene Sites schnell angewählt, doch wurde keine Seite korrekt angezeigt. Manchmal fehlten lediglich die Grafiken, auf anderen Seiten ganze Textpassagen oder Links.
Auch das Anpassen der Optionen, deren Screen mich stark an Firefox erinnert, führte nicht zum gewünschten Erfolg.
Leider sind in der Beta noch nicht alle versprochenen Features freigeschaltet. Zumindest funktionierten bei mir viele der auf der Apple-Seite genannten Highlights (noch) nicht.
Gut, es handelt sich um eine Vorabversion der Software. Doch sollte eine Public Beta so weit funktionieren, dass ein Test tatsächlich möglich ist.
Für’s Erste bin ich jedenfalls kuriert und werde mir künftig genau überlegen, wie die vollmundigen Versprechungen aus Cupertino zu werten sind.
Einem Bericht (Link) des Magazins WinFuture zufolge, haben zahlreiche Experten ähnliche Erfahrungen mit dem Browser gemacht. Zudem sind bereits wenige Stunden nach der Freigabe diverse Sicherheitslücken der Software bekannt geworden.
Im Augenblick kann ich möglichen Interessenten nur empfehlen, auf einen Test des Apple-Browsers unter Windows zu verzichten!
Update 23.Juni 2007 – 11:00 Uhr
Auch wenn Apple zwischenzeitlich mit zwei Aktualisierungen nachgebessert hat, ist die seit heute verfügbare Version 3.0.2 noch immer nicht für einen gefahrlosen Test unter Windows geeignet.
Die offenbar mit der “heißen Nadel” gestrickten Updates bringen nur geringe Verbesserungen.
Nach Herstellerangaben wurden nicht nur diverse Sicherheitslücken bereinigt, der Browser soll jetzt auch stabiler laufen und kürzere Startzeiten benötigen. Nach einem ersten Test unter Windows XP und Vista, kann ich allerdings keinen großen Unterschied zur ersten Variante der Public Beta feststellen!
Doch soll fairerweise nicht verschwiegen werden, dass Safari ein paar Seiten mehr aufbaut, als noch in der vorhergehenden Variante, und auch der Standardtest Acid2 (Link) – mit dem hauptsächlich die korrekte Interpretation von HTML- und CSS-Code geprüft wird – problemlos gemeistert wird.
Als besonders ärgerlich empfinde ich die Zwangsinstallation des Quick Time Players. Nein, ich will das Tool nicht – schon gar nicht ungefragt!
Windows-Anwender sollten nach wie vor die Finger von der Public Beta lassen oder diese nur in einem Testsystem ausprobieren.
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